Familiennachmittag – Im roten Energiehaus erlebten 14 Kinder zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern einen kurzweiligen Nachmittag.

Wer hat den Strom entdeckt?

Das waren eigentlich ganz viele Forscher und jeder hat immer noch ein Stückchen weitergedacht und weitergeforscht und ihre Namen gehören zum Strom einfach dazu: Alessandro Volta, André-Marie Ampère und Werner Siemens z. B.. Die ersten Erfahrungen mit "Strom" machte vor 2600 Jahren Herr Thales von Milet. Den ersten Strom vor allem für die Straßenbeleuchtung gab es erst vor ungefähr 130 Jahren.

Wie macht man Strom?

Hier halfen uns Armin und die Maus: Kupferdraht als Spule gewickelt und ein bewegtes Magnetfeld in dieser Spule erzeugen elektrische Spannung - Strom kann fließen. So heißt der Apparat "Generator". Der Dynamo am Fahrrad ist so ein Strom-Generator im Kleinen. Das größte Stromkraftwerk momentan ist der "Drei-Schluchten-Staudamm" in China.
Schicken wir Strom "andersherum" durch den Kupferdraht, dann haben wir einen Motor, den Elektromotor. Mit Batterien, starken Magneten und geschickt gebogenem Kupferdraht haben wir das ausprobiert. Wir konnten sehen, dass sich der Draht dann bewegt, bis die Batterie leer ist.

Wie kommt der Strom in die Steckdose?

Für die Antwort auf diese Frage hatten wir einen Experten eingeladen: Herr Wolfgang Pfeiffer vom Überlandwerk Rhön. "Das Überlandwerk gehört allen Gemeinden in der Rhön zusammen. Doch dort wird der Strom für den Landkreis nicht hergestellt." Vom großen Kraftwerk fließt der Strom auf "Stromautobahnen" mit 380.000 Volt im Höchstspannungsnetz zum Umspannwerk. Dort wird der Strom auf 110.000 Volt transformiert und weitergeleitet. Davon ist eines bei Nordheim v.d.Rhön und eines bei Brendlorenzen. Von dort geht es auf "Strombundeststraßen" mit 110 kV weiter zu einem Umspannwerk, das den Strom auf 10-20 kV heruntertransformiert. Im Tranformatorenhäuschen vor Ort wird auf 230 bis 400 Volt gewandelt. Jetzt erst geht die Stromversorgung aus der Luft in die Erde bis zu den grauen Schaltkästen, die den Strom dann gebrauchsfertig mit 400 bzw. 230 Volt in unsere Häuser leiten.

Stromfresserjagd

Jetzt wurde es praktisch: Weihnachtsbeleuchtung, Wasserkocher, Radio, Bügeleisen, Fön, Toaster und Ventilator - Was davon braucht am meisten Strom? Nach den Messungen war es klar, dass alle Geräte, die Wärme oder Kälte produzieren, am meisten Strom verbrauchen. Neue Geräte können sich lohnen!
Anschließend durften alle weitere Versuche machen und eine Leuchtquelle mit der Kartoffelbatterie zum Leuchten bringen, einen Elektromotor bauen oder die Stromausbeute aus Solarzellen messen und am Ventilator erleben. Doch das absolute Highlight war das Strampeln am Energiefahrrad. Jede und jeder wollte das erleben, wie anstrengend es sein kann Beleuchtung, Lüftung, Musik und Wasserkocher am Laufen zu halten. Als Belohnung gab es eine Art "Stromspar-Türchenkalender" für jede Familie.

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