CO2-Fastenaktion – Zwei Grundschulklassen in Mittelstreu und in Wülfershausen beteiligen sich mit einem Fair-Trade-Krimi an der CO2-Fastenaktion der Diözese Würzburg. Sie sind damit die ersten, die das neue Modul zum Thema "Klima und Ernährung" getestet haben. Der "Krimi" wurde im Rahmen einer pädagogischen Kooperation vom Schullandheim Thüringer Hütte, der Umweltstation KJG-Haus Schonungen und der Umweltbildungsstätte Oberelsbach sowie mit dem Naturparkteam entwickelt. Wo ist Salif?

Das gibt es wirklich, und hat die Schüler der Grundschule Oberstreu in Mittelstreu und der Grundschule Saaletal in Wülfershausen ganz schön erstaunt: Kinder werden entführt oder an Kinderhändler verkauft, so dass sie auf Kakaoplantagen in Afrika als Sklaven arbeiten müssen. Die 4. Klässler hatten sich zuvor im Religionsunterricht mit den Geboten und der Goldenen Regel (Was du nicht willst, das man dir tu ...) auseinandergesetzt. Dazu passte der Fair-Trade-Krimi rund um die Kakaoproduktion in Afrika und die diesjährige CO2-Fastenaktion der Diözese Würzburg sehr gut.

In dieser spannenden Aktion lernten die Schülerinnen fast nebenbei, dass Schokolade nicht gleich Schokolade ist und es sich lohnt, künftig auf die Fair-Trade-Zeichen zu achten. Es ist einfach sehr "bittere" Schokolade, wenn man weiß, dass Kinder den Kakao für unsere Schokolade ernten. Dazu verwenden sie große Macheten (Messer) und Verletzungen bleiben nicht aus. Eine medizinische Versorgung ist dann Glückssache, so dass oft Behinderungen bleiben. Nur Bauern, die sich zu einer Kooperation z. B. mit der GEPA zusammenschließen, verdienen genug mit ihrem Kakao. Da können die Kinder eine Schule besuchen und müssen nicht den ganzen Tag auf der Plantage arbeiten. Es können sogar soziale Projekte wie eine Krankenstation, eine Schule, ein Brunnen oder eine Kakaotrocknungsanlage finanziert werden. Alles Dinge, die für uns so selbstverständlich sind.

­