Spaß, spielen und auch etwas Lernen – Zum ersten Mal veranstalten die Pfarreiengemeinschaft Bad Neustadt und das Jugendhaus Thüringer Hütte ein gemeinsam Sommercamp. Was es alles zu erleben gab ist hier zu finden.

Sonntag: Ankommen, Eltern heimschicken

Unser Ferienlager hat am Sonntag mit den aufgeregten Eltern und den vorfreudigen Kindern mit einem gemeinsamen Kaffee begonnen. Nachdem die Kinder endlich ihre anhänglichen Eltern losgeworden sind, konnte der Spaß der Zimmereinteilung beginnen. Nach langem hin und her und einigen Tauschaktionen fand auch der Letzte sein knarzendes Bettchen.
Nun ging es ans Kennenlernen der Betreuer und der anderen Kinder, dabei ging es vom aggressiven Alois bis zur spaßigen Sophia. Auch die Regeln der Woche wurden gleich mit dem pustenden Peter ausgehandelt, dabei erwiesen sich die Kinder als sehr diskussionsfreudig.
Die Energiereserven nach den zähen Verhandlungen wurden mit gegrillten Burgern wieder aufgeladen. Nachdem alle gesättigt waren konnte der Abend frei gestaltet und die Umgebung erkundet werden. Die Kinder nutzten die Gelegenheit sich noch besser kennenzulernen und Werwölfe vom Düsterwald zu suchen. Die Nachtruhe verzögerte sich zwar ein wenig, aber irgendwann lagen endlich alle im Bett.

Montag: Pflanzenpresen, Wasser untersuchen, Mut beweisen

Nach einem schmackhaften Frühstück begannen wir den Tag mit dem Basteln einer Pflanzenpresse. Unter Anleitung von Christiane bohrten, schnitten, schliffen und malten wir fleißig bis die Presse funktionstüchtig war und die ersten Blüten gequetscht werden konnten. Nach Nudeln mit Soße und Wassermelone ging es mit Michael weiter zur Bachexkursion. Dabei erkundeten wir Tiere und ihren Lebensraum, das Wasser. Ebenso wurde uns klar, dass wir Wasser schützen und verantwortungsbewusst damit umgehen müssen, da auch zur Herstellung von vielen Produkten Wasser benötigt wird, obwohl man es auf den ersten Blick nicht immer sieht. Demnach benötigt man beispielsweise zur Produktion einer Jeans 2500 Liter Wasser. Nach dem Abendessen und einer Ausruhpause fuhren wir mit der langersehnten Nachtwanderung fort. Nach der spannenden und mit einigen Mutproben bestückten Wanderung fielen allen die Augen sofort zu.

Dienstag: Olympiade für sportliche und schlaue Füchse

Nach einer kurzen Nacht und einer zähen Aufweckprozedur mussten wir unsere Kräfte für unsere Spieleolympiade mobilisieren. Dabei konnten die Kinder ihre Sportlichkeit beim Sackhüpfen, Hand-Fußball, Kicker, Lagerfeuerholz sammeln (Skandal!) und Tischtennis unter Beweis stellen. Kreativität und Geschicklichkeit wurden beim Wassertransport und bei der Murmelbahn getestet. Schlaue Füchse konnten ihre Gruppe beim Pflanzenquiz unterstützen. Trotz der von den Leitern völlig überraschend koedukativ und leistungsadäquat selektierten Gruppen ergaben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten neue soziale Verknüpfungen und kompetente Teamleistungen. Durch die anhaltende Wärme musste auch ein Spiel die ausreichende Flüssigkeitszufuhr sichern. Hierbei bot sich ein bekanntes Wassertrinkspiel namens "Flunkeyball" an. Theologisch unterstützt wurden wir von Pfarrer Andreas Krefft, der uns bei seinem Besuch auch mit Süßigkeiten verwöhnt hat. Nach dem anstrengenden Tag fiel uns die Bettruhe nicht schwer.

Mittwoch: Erfrischung bei der Bionade und im Freibad

"Früh am Morgen, wenn die Bergsirene ertönt" (Zitat Alois) oder so ähnlich begann unser vierter Tag an der Thüringer Hütte. Nach dem Frühstück brachen wir nach Ostheim v.d. Rhön auf, um deren Alleinstellungsmerkmal Bionade zu besichtigen. Bei der Führung offenbarte uns Roger das Geheimnis der Bionade. Jedem von uns Teilnehmern wurde ein Viererpack der neuen Sorte Zitrone-Bergamotte "vergönnt" (Zitat Alois). Um eine Abkühlung zu gewehrleisten ging es anschließend ins Mellrichstädter Freibad. Vergessener Badehosen, Bauchschmerzen (Lukas) und Nichtschwimmern zum Trotz erlebten alle einen "feuchfröhlichen" und spaßigen Nachmittag. Nicole stellte hierbei ihr gigantisches Talent für anhaltendes und absolut sinnfreies Ausspucken von Phrasen unter Beweis. Auch "Dauer-diät-ant" Ferdinand kam beim Abendessen auf seine Kosten und konnte mit 8 Pfannkuchen seine Essenshemmungen direkt ablegen (Hinweis Alois: "Was keine Miete zahlt muss raus!"). Zur Siegerehrung der Spieleolympiade traten dennoch alle an und kassierten süß-salzige Preise. Dadurch hatten alle süße Träume und schlummerten glücklich und zufrieden.

Donnerstag: Das Klimobil zu besuch und "Tage wie diese" im Gottesdienst

Heute am Donnerstag ging es nach dem Frühstück direkt mit dem Geländespiel Müllentsorgung weiter. Dafür bekamen wir Unterstützung von Katinka und Fred von der Umweltstation mit dem Klimobil. An 6 Stationen konnten die Kinder verschiedenen Müll recyceln und dabei Umweltpunkte sammeln. Zum Beispiel wurden Flaschen bei einem feuchtfröhlichen Wasserspiel entsorgt, Plastik wurde aus Sand herausgesiebt und ein Handy konnte durch richtige Antworten bei einem Quiz recycelt werden. Nach dem Mittagessen kamen die gepressten Blüten zum Einsatz. Mit ihnen wurde das selbst geschöpfte Papier verziert. Wegen der Hitze tobten wir uns am Bachlauf auf dem Gelände mit kühlem Quellwasser aus. Die hierbei entstandene Überflutung wurde ohne Protest beseitigt. Die benötigte Zeit ging (selbstverständlich in gegenseitigem Einvernehmen mit den Kindern) von der täglichen Handyzeit ab. Nach dem Abendessen wurde ein von den Kindern vorbereitete Gottesdienst von Diakon Wolfgang Dömling gehalten. Der Abschlussabend klang bei einem gemeinsamen Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Freitag: Rückblick, Wiedersehen, Heimfahrt

Mit kleinen Augen startete auch der letzte Tag mit einem guten Frühstück, dann gingen das Aufräumen der Zimmer und das Packen ganz schnell. Anschließend wurde das Geheimnis des Nixenteichs gelüftet und dabei sogar ein Frosch gefangen. Zum Abschluss gab es noch eine gemeinsame Reflexionsrunde und einige Gruppenspiele bevor die Eltern die Rasselbande wieder in Empfang nehmen konnte.

­